2009-12-02

01.12.2009: Night of the Proms - Oberhausen

Gestern war ich in Oberhausen in der Arena zur Night of the Proms. Hier in Köln hat es leider terminlich nicht geklappt - also auswärts. Schon seit vielen Jahren habe ich mit dem Gedanken gespielt, diese Veranstaltung einmal zu besuchen. Aber die doch recht hohen Eintrittspreise haben mich jedes Mal abgeschreckt.

Aus einer Frust-Aktion heraus habe ich mir dann dieses Jahr doch eine Karte gekauft und kann gleich sagen: Sie war ihr Geld wert. Die Veranstaltung ging netto knapp drei Stunden und es gab weit über 100 Mitwirkende auf der Bühne: Großes Orchester, Chor, Band - und natürlich die Stars, allen vorweg in diesem Jahr da Comeback von Roxette. Beeindruckend. Aber auch John Miles mit seinem “Music was my first love” mit Orchester-Begleitung live zu erleben war schon ein Erlebnis. Von den Katona Twins hatte ich vorher noch nie was gehört - aber irre was die mit ihren (klassischen) Gitarren so an Stimmung erzeugen konnten. Auch Christina Stürmer hat mir gefallen. Aber auch die klassischen Stücke dazwischen passten hervorragend (vielleicht sollte ich doch mal einen Philarmonie-Besuch andenken - klassische Musik, die nicht über den Verstärker der Sound-Anlage kommt, würde mir vermutlich noch etwas besser gefallen). Cool fand ich den Walzer zwischendurch, zu dem die Besucher tanzen sollten und mit einer Rose belohnt wurden.

Was mir nebenbei so aufgefallen ist:

Das gemischte Publikum - nur die ganz jungen fehlten. Ansonsten von circa 30 bis Senioren-Alter. Und auch die Älteren konnten durchaus Stimmung machen. Auch die Kleidung war sehr gemischt - wobei Personen in Abendkleidung dann doch eher heraus stachen.

Was mir nicht nur hier, sondern bei allen Konzerten der letzten Zeit aufgefallen ist und was ich nicht verstehen kann: Manche Besucher verbringen mehr Zeit damit, ihre Kameras auf die Bühne zu richten, als ihre Augen. Verstehe ich nicht - setzen die sich dann hinterher an den PC/TV und erleben dann erst richtig das Konzert? Keine Frage, Erinnerungsfotos "ich bin dabei gewesen" sind eine schicke Sache. Aber ansonsten lebe ich dann doch lieber in der Gegenwart.

Ich verstehe nicht, wie manche Besucher so missmutig in so ein Event starten und gleich damit beginnen, sich über die Wahl des Sitzplatzes aufzuregen etc. Vielleicht geht es uns hier doch zu gut...

Noch ein Wort zur Arena in Oberhausen: Chaos und Überfüllung in der Pause, im Parkhaus und Rückstau bis zur Autobahn. Das wundert mich dann doch, dass man das bei so einem noch recht neuen und auf der grünen Wiese entstandenen Veranstaltungszentrum nicht besser geplant hat.

Ansonsten ist das CentrO in Oberhausen immer wieder beeindruckt. Ich habe schon viele Einkaufszentren gesehen, aber an dieses kommt keines heran.

3 Kommentare:

Martin hat gesagt…

Ich habe noch nicht allzu viele Einkaufszentren gesehen, aber das Einkaufszentrum in Essen hat mich mehr beeindruckt. Die Fontäne war einfach super. In Oberhausen gefällt mir persönlich nicht, dass es dort diesen grossen "Fresstempel" gibt, in Hannover z.B. sind die Gastronomiebetriebe besser verteilt.

Markus Jung hat gesagt…

Hallo Martin,

mit "Fresstempel" meinst Du die Coca Cola Oase, oder? Aber ergänzend dazu gibt es doch auch die lange Promenade mit Restaurants aller Arten und die beiden großen Häuser.

Das Zentrum in Essen kenne ich nicht. Aber was es hier in Köln zum Beispiel gibt, reißt mich nicht so vom Hocker.

Viele Grüße
Markus

Martin hat gesagt…

Hallo Markus,
stimmt auch wieder, die Promenade habe ich nicht geschafft zu besuchen, da hatten wir keine Zeit mehr zu. In Köln habe ich nur die "Arkaden" (so heißt es glaube ich) gesehen und das ist ja wirklich recht beschaulich. Aber das Einkaufzentrum Limbecker Platz in Essen kann ich nur empfehlen.