Donnerstag, 17. Januar 2013

Mein MOOC Maker Course Tagebuch #mmc13 - 17.01.2013

Was gestern noch passiert ist:

Ich habe über den Tag ein wenig den Twitter-Stream verfolgt. Hängen geblieben bin ich bei diesem Tweet:


Dabei musste ich unweigerlich an meine bald zu Ende gehende Zeit an der FernUni Hagen denken. Denn tatsächlich hatte ich dort mehr den Eindruck eines Selbststudiums denn eines Fernstudiums. Und das war neben einigen anderen Gründen miteinscheidend dafür, das Experiment Fernstudium an einer staatlichen Universität auslaufen zu lassen. Eben weil ich das von meinem Erststudium an einer privaten FH anders kannte. Aber ich komme gerade etwas vom MOOC-Thema ab und muss jetzt die Kurve bekommen: Denn dieser MOOC fühlt sich anders an, obwohl er wesentlich mehr Selbststudium erfordert als die FernUni Hagen, wo ja doch eine Menge an Struktur vorhanden war (vorgegebene Inhalte, Moodle-Forum mit Aufgaben etc.). Ich glaube, der MOOC ist schon daher anders, dass sich jeder Teilnehmer willkommen fühlen kann und auch nicht ansatzweise der Eindruck ensteht, dass es zum Beispiel den Organisatoren ja eigentlich zu viele Teilnehmer sind und sich diese wenn, dann doch bitte "pflegeleicht" beteiligen mögen. Im Gegenteil, es wird zur Beteiligung ermuntert und es herrscht eine positive Stimmung. Und was den Einsatz der Organisatoren angeht, spricht dieses Protokoll des gestrigen Tages von Dörte Giebel wohl für sich - liest sich fast so spannend wie ein Krimi :-)

Ich bin anders

Ein paar weitere Blog-Beiträge habe ich auch noch überflogen und etwas bei Google+ reingeschaut - und bin zu dem Eindruck gekommen, dass ich "anders" bin als ein großer Teil der Teilnehmer. Viele, zumindest aus dem Kreis der aktiven Teilnehmer, sind in der Lehre oder auch der Produktion von Weiterbildungsinhalten aktiv und führen Diskussionen auf einem Niveau, in das ich mich schwer eindenken kann und mich (zugegeben) auch nicht immer so interessiert. Liegt natürlich daran, dass ich gar nicht zur Kern-Zielgruppe dieses MOOCs gehöre - denn ich bin ja kein MOOC Maker (und plane auch in nächster Zeit nicht, einer zu werden), sondern eher ein MOOC Interessierter in dem Sinne, dass ich die Entwicklungen in diesem Bereich beobachten und verstehen und insbesondere ihre Bedeutung für die Entwicklung der Fernlehre einschätzen möchte. Und natürlich bin ich auch ein MOOC User, der überlegt, in wiefern diese Lernform auch künftig für mich in Frage kommen könnte.

Was will ich denn nun?

Sehr froh bin ich, dass ich im Vorfeld dem Aufruf gefolgt bin, meine Ziele für mich aufzuschreiben. Denn ich glaube, jetzt wäre es für mich schwerer, diese festzulegen, weil halt so viel auf mich einströmt.

Meine formulierten Ziele sind ja eher faktenbasiert. Ich habe aber auch noch ein "weiches" Ziel, das ich mit meiner Teilnahme an diesem MOOC verbinde: Ich neige dazu, alles "perfekt" machen zu wollen und wenn ich mich mit einem Thema beschäftige, möglichst alles dazu aufzusaugen um nun ja nichts Wichtiges zu verpassen. Und genau dies geht bei einem MOOC nicht - selbst wenn ich es die fünf Wochen als Vollzeit-Job betreiben würde, wäre es schwierig. Hier gilt es also, gezielt auszuwählen und zu akzeptieren, auch mal etwas zu verpassen.

Langer Rede, kurzer Sinn: Anfangen

Meine Vorgehensweise ist es nun also, mich vor allem an meinen Fragen zu orientieren und darauf Antworten zu formulieren. Vielleicht werden sich weitere Fragen im Verlauf des MOOCs ergeben und ich werde es auch zulassen, mich dann und wann einmal treiben zu lassen, wenn ich etwas aufschnappe und daran hängen bleiben.

Auswahl von Quellen


Gestern habe ich die Eröffnungsbeiträge bereits kurz überflogen: Das Pamphlet von Jasmin Hamadeh eignet sich besonders als Diskussionsgrundlage, das Video von Hannes Klöpper geht auf die Geschichte der MOOCs ein und der Blog von Claudia Bremer scheint für mich genau das zu sein, was ich im Moment vor allem brauche: Von einer Expertin zusammen getragenes Faktenwissen, das sich gezielt an Einsteiger und Experten richtet und somit einerseits verständlich ist, andererseits aber auch nicht an der Oberfläche bleibt. Damit steht fest: Hiermit werde ich mich als erstes intensiv beschäftigen und schauen, welche meiner Fragen ich damit beantworten kann.

Zwischenruf: Mist - die Zeit ist um

Meine Vorgabe war, heute meine frühe Arbeitsphase vor dem Frühstück für den MOOC zu verwenden mit dem Ziel, am Ende erste Antworten auf einige Fragen formuliert zu haben. Nun ist die Stunde um, ich habe viel für mich reflektiert und geplant - und noch kaum bis gar nicht inhaltlich gearbeitet. Und woran liegt's? Ich glaube daran, dass ich bei diesem MOOC so intensiv wie lange nicht mehr in ein Flow-Gefühl komme und meinen Gedanken folge. Dennoch darf dieser Flow künftig ruhig etwas mehr in eine effizientere Richtung gehen. Aber vielleicht sind meine Klärungen im Vorfeld auch genau dazu notwendig. Bekommt der MOOC heute halt später noch ein bisschen Extra-Zeit.

Jetzt aber

Doch noch ein Ergebnis für heute: Was ist ein MOOC?

Immerhin eine erste Frage ist beantwortet - auch wenn die Antwort weit weniger eindeutig ausfällt, als ich dies gedacht hätte. Dafür habe ich auch bei weitem mehr Zeit für die Ausarbeitung benötigt, als eigentlich geplant und vorgesehen :-)

... und morgen freue ich mich besonders auf die "Experten/innen on Air"

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