Montag, 21. Januar 2013

Mein MOOC Maker Course Tagebuch #mmc13 - 21.01.2013

Sonntagsruhe? - Nicht ganz

Eigentlich wollte ich gestern mal eine MOOC-Pause einlegen. Das ist mir aber nicht ganz gelungen, da zu interessante Diskussionen liefen. Zumindest habe ich aber auf einen eigenen Tagebuch-Blog verzichtet und versucht, mir zusätzlich zum aktuellen Austausch nicht noch weiteren Input einzuverleiben. Unter anderem gab es sehr interessante Kommentare zu meiner Übersicht über MOOC-Arten, einerseits zu den Inhalten (danke an clbremer für den Input), andererseits aber auch dazu, wie schwer verständlich das MOOC-Konzept auf außen stehende wirkt (danke an Anne Oppermann), was mich dazu veranlasst hat, eine Diskussion dazu bei Google+ anzuregen.

Bin ich zu langsam?

Auf der einen Seite bin ich froh, dass ich mich auch aktiv in Diskussionen einbringen kann, zum Beispiel auch mal mit einer anderen Sichtweise als der der MOOC-Experten. Ich merke aber auch, dass es für mich doch recht schwer ist, mich auf diesem für mich neuen Gebiet immer verständlich auszudrücken und benötige viel Zeit, um die Diskussionsbeiträge zu verstehen, zu bewerten und darauf angemessen zu reagieren. Ich empfinde das als sehr gute Übung für mich, würde mir aber manchmal einfach wünschen, schneller zu sein, um zum Beispiel zeitnah antworten zu können. Und obwohl ich für den MMC13 aktuell deutlich mehr Zeit aufwende als geplant komme ich hier an meine Grenzen und werde auch keine fünf Wochen so weitermachen können. Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.

Kommt die Benutzersicht zu kurz?

Mitunter habe ich den Eindruck, dass die Experten so tief in die MOOC-Materie einsteigen, dass leicht etwas in Vergessenheit geraten könnte, dass die MOOCs ja kein Selbstzweck sind (vom MMC13 vielleicht abgesehen), sondern sich ja auch an einen Teilnehmerkreis richten. Vielleicht ist dieser Eindruck aber auch falsch. Insbesondere in der kommenden MMC-Woche zur Didaktik werden die Lernenden ja vermutlich dann wieder mehr im Mittelpunkt stehen.

Gefällt mir eine "Hall of Fame?"

Gestern wurde eine Hall of Fame von den Veranstaltern eingerichtet, für die Personen und Inhalte eingetragen werden können, die sich besonders hervorheben.

Ich habe auch mal mitgemacht. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob mir dieses Konzept so richtig gefällt. Auf der einen Seite mögen manche Erwähnte dadurch einen zusätzlichen Motivationsschub bekommen, auf der anderen Seite könnte die Gefahr bestehen, dass mancher Nicht-Erwähnte enttäuscht ist bzw. sich das Gefühl entwickelt, dass die eigenen Beiträge im Vergleich mit diesen Top-Inhalten es evtl. gar nicht wert sind, veröffentlicht zu werden.

Allerdings ist dies ja auch allgemein ein aktuelles Konzept, dass Lernen immer mehr zu einem Spiel und Wettkampf wird, bei dem Punkte vergeben und Auszeichnungen erworben werden können. Ein Konzept, dass mich nicht so sehr anspricht. Das mag aber auch daran liegen, dass mir solche nach außen getragene Darstellung von Leistungen nicht so wichtig ist.

Ich überlege gerade, wie ich es empfinden würde, wenn in einem Fernlehrgang zum Beispiel besonders herausragende Einsendeaufgaben im Rahmen einer Hall of Fame dargestellt würden. Ich glaube, das würde mir nicht gefallen.