Sonntag, 28. April 2013

Eine Reise nach Hamburg

Hamburg ist definitiv eine meiner Lieblingsstädte - wenn ich mich von sonstigen Rahmenbedingungen unabhängig frei entscheiden könnte, in welcher deutschen Stadt ich leben möchte, käme Hamburg definitiv in die ganz Enge Wahl. Köln ist natürlich auch schön.

Wenn sich beruflich die Möglichkeit gibt, eine Veranstaltung zu besuchen, bin ich daher immer ein wenig eher geneigt zuzusagen, wenn diese in Hamburg stattfindet und mir die Chance bietet, nebenbei noch ein wenig die Stadt zu genießen.

So bin ich am Freitag wieder einmal nach Hamburg gereist, um dort gestern an der Absolventenfeier der HFH teilzunehmen. Dass Hamburg ein Fernstudium-Zentrum Deutschlands ist, merkt man an fast jeder Ecke. Schon auf dem Hamburger Flughafen habe ich eine Werbetafel der HFH gesehen, dazu Plakate des ILS an gefühlt jeder Straßenecke, auf dem Rückflug jemand mit AKAD-Unterlagen in der Hand usw. ...

Erwartungen
Ich bemühe mich, auf Erwartungen zu verzichten, um Enttäuschungen zu vermeiden und die Wahrnehmung des Augenblicks nicht zu verlieren. Nicht immer ganz einfach. So hatte ich es mir für Hamburg so geplant, schon mittags anzureisen, um nachmittags um die Binnenalster und anschließend durch den Park Planten un Blomen zu gehen - zwei meiner Lieblingsorte in Hamburg.

Als ich in Hamburg angekommen bin, war das Wetter schon etwas trübe und kalt, aber immerhin noch trocken. Nachdem ich mich aber im Hotel eingerichtet hatte, goß es wie aus Eimern und ich merkte, dass dies meiner Stimmung doch etwas zugesetzt hatte. Ich habe mich dann aber doch darauf eingelassen, erstmal eine Mittagsruhe eingelegt, es mir danach in einem Restaurant mit einem Buch bequem gemacht und einen anderen kleinen Plan für Hamburg erfolgreich umgesetzt und ein paar handschriftliche Zeilen geschrieben - kommt nicht mehr oft vor.

Dennoch blieb das Gefühl, dass ich mich doch eigentlich auf die Stadt und die Alster gefreut habe. Meinem Kreislauf hat der Wechsel von 25 Grad in Köln zu Regen und Kälte in Hamburg und die ganze Rumsitzerei auch nicht gefallen - also habe ich mir meinen Schirm geschnappt, die Kapuze verschnürt und bin losgezogen um die Alster, so ziemlich als Einziger. Und ich habe es genossen, die nasse Kälte nach kurzer Zeit nicht mehr gespürt und mich einfach auf den Moment und meine Eindrücke eingelassen und wohl gefühlt. Auf Planten un Blomen habe ich verzichtet und bin statt dessen noch Richtung Speicherstadt, um mir die Elbphilharmonie anzuschauen. Jenseits aller Überlegungen zur Sinnhaftigkeit auf jeden Fall ein eindrucksvolles Gebäude.

Als ich abends wieder im Hotel war, war ich froh, dass ich mich nicht im Ärger über unerfüllte Erwartungen habe gehen lassen, sondern die Zeit genutzt und Eindrücke gewonnen habe.

Viele Eindrücke gab es dann auch am Samstag auf der Absolventenfeier der HFH - aber über das Fernstudium schreibe ich an anderen Stellen so viel, da halte ich mich hier mal zurück.

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