Dienstag, 7. Mai 2013

re:publica 13 #rp13 - Meine Notizen zu Tag 2

Heute habe ich nur zwei Sessions angeschaut und mich außerdem über einige gute Gespräche gefreut - zum Teil mit Menschen, die ich bisher nur virtuell kannte. Und wieder mal festgestellt, dass dieser virtuelle Eindruck meistens mit dem face-to-face Eindruck weitgehend übereinstimmt.

Zuerst habe ich die Diskussionsrunde "Let’s Talk about Content! - Wie sich die Infrastruktur des Internets verändert" verfolgt. Auf dem Podium waren Uta Meier-Hahn (Moderation), Cara Schwarz-Schilling (Bundesnetzagentur), Klaus Landefeld (eco e.V.), Jan Krancke (Deutsche Telekom AG) und Simon Schlauri (Anwalt). Mir ist dabei vieles hinsichtlich der Diskussion zur Netzneutralität deutlich geworden und welche Probleme es mit sich bringen kann, Wenn Netzbetreiber und Content-Provider (wie bei der Telekom) zusammen sind und große bzw. eigene Angebote oder große Kunden bevorzugt behandelt werden, in dem zum Beispiel CDNs genutzt, mehr Bandbreite zur Verfügung gestellt oder Verbrauch nicht auf das Inklusiv-Volumen angerechnet wird. Auch einige technische Zusammenhänge sind mir jetzt deutlich klarer. Von daher eine sehr bildende Session.

Die zweite Session war der Vortrag "News you can't print - journalism beyond the article". Hier ging es um neue Möglichkeiten, aus einer Nachricht eine Story zu machen, die auch berücksichtigt, was den Leser persönlich betrifft und zu der er beitragen kann, zum Beispiel in dem er diskutieren kann oder eigene Medien ergänzen kann. Es ging aber auch darum, Daten verständlich aufzubereiten und verfügbar zu machen. Die beiden Referenten ANNABEL CHURCH | ZEIT ONLINE und FRIEDRICH LINDENBERG | SPIEGEL ONLINE sind zwei von acht Knight-Mozilla OpenNews Fellows - siehe http://www.mozillaopennews.org/.

Und dann bin ich in der Nachbereitung noch auf die Aufzeichnung dieses Rants gekommen - in dem es unter anderem darum geht, wie unsere Gesellschaft mit nicht normgerechten (weil zum Beispiel behinderten) Kindern umgeht, wie veraltet das Bildungssystem ist, indem immer noch zu viel Wert auf Fakten und zu wenig auf Kompetenzen gelegt wird und kaum noch Freiräume zur persönlichen Entfaltung (oder einfach nur spielen) bleibt. Und dazu das Problem, dass ältere Menschen oft die Entscheider sind und die neue, digitale Welt und die jungen Menschen, die damit aufwachsen nicht mehr verstehen können. Sehr sehenswert:


Richtig spannend und für mich der Hauptgrund, die re:publica zu besuchen ist aber der morgige Tag, an dem es sehr interessante Sessions zu Bildungsthemen geben wird.

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