Freitag, 14. Juni 2013

9 Regeln, um entspannter durch den Tag zu gehen

Den Blog zenhabits von Leo Babauta lese ich immer wieder mit großem Interesse. Natürlich gibt es auch dort Beiträge, mit denen ich mehr anfangen kann und andere, bei denen dies weniger der Fall ist. Über einige Artikel, die ich besonders lesenswert finde, werde ich künftig hier immer wieder mal berichten.

Schon Ende Mai ist der Beitrag 9 Rules for a Simpler Day erschienen. Ich werde die Regeln hier nicht übersetzen, sondern etwas dazu schreiben, wie ich es für mich verstanden habe und anwenden will.

Es handelt sich um Regeln, um besser, einfacher und entspannter, aber auch produktiver und effizienter durch den Tag zu kommen. Und natürlich kommt es immer bei jeder Regel individuell auf den Einzelnen an, ob und in welcher Form er etwas damit anfangen kann.

1. Finde heraus, was dir an diesem Tag wichtig ist
- Was ist in meinem Leben im Moment besonders wichtig? (4-5 Bereiche)
- Welche Aktivitäten stehen damit in Verbindung?
- Welche 1-3 Aktivitäten sind mir die wichtigsten für diesen Tag?

Habe ich in meine Aktivtitätsdatei mit aufgenommen

Exkurs: Aktivitäten statt Aufgaben
(Ich nutze eine einfach Google Drive Textdatei, nachdem ich mich von komplizierteren To-Do Listen verabschiedet habe und auch den Begriff To-Dos bzw. Aufgaben eher negativ fand. Denn ich möchte keine Aufgaben haben, die ich erledigen muss, sondern ich bin gerne aktiv und kümmere mich um Aktivitäten).

2. Stelle dir deinen perfekten Tag vor
Dies soll nicht dazu dienen, eine Erwartung zu schaffen, wie genau der Tag ablaufen soll (wobei ich diese Gefahr dennoch sehe), sondern nochmal dabei helfen für sich festzustellen, was einem für diesen Tag besonders wichtig ist und sich auch schon in die richtige Stimmung dafür zu bringen.

Ich werde für mich mal versuchen, mir morgens das Highlight des Tages aufzuschreiben, auf das ich mich besonders freue und ansonsten darauf verzichten, den Tag bereits gedanklich durchzugehen. Ich glaube, dass dies auch eher in diese Richtung gemeint ist.

3. Sag "Nein" zu zusätzlichen Verpflichtungen
Sich nicht auf etwas einlassen, was man eigentlich gar nicht möchte, nur aus dem Grunde, weil man sich dazu verpflichtet fühlt. Dies gilt insbesondere dann, wenn diese Verpflichtungen nicht in Verbindung stehen zu denen Lebensbereichen, die einem wichtig sind. Insbesondere geht es hier um längerfristige Verpflichtungen, wie zum Beispiel eine Vereinsmitgliedschaft oder die Mitarbeit in einem Projekt.

4. Setze ein Limit für die täglichen Aktivitäten
- 1-3 Most important tasks (MITs) - also die wichtigsten Aktivitäten
- 5-7 Aktivitäten insgesamt (außer kleine, die zusammen bearbeitet werden können)

Schwierig, da schon die Aktivitäten, die täglich anstehen, diesen Rahmen bei mir sprengen würden. Aber ich versuche zumindest, hier auch zu reduzieren und besonders darauf zu achten, mich wirklich um die MITs zu kümmern.

5. Ablenkungsfreie Aktivitätszeiten festlegen
- Zeiten fest planen, zum Beispiel um sich um die MITs zu kümmern
- Ablenkungen wie Handy, Internet etc. aus
- nur auf die jeweilige Aktivität fokussieren

Dafür ist bei mir die erste Stunde des Tages reserviert. Ich versuche, auch im weiteren Tagesverlauf (insbesondere vormittags) solche Zeitblöcke zu installieren, finde es dort aber deutlich schwieriger, weil dann meist sehr viel Input von außen vorhanden ist, der sich vordrängelt.

6. Runter fahren, verlangsamen
- "Slow down" schreibt Leo Babauta dazu, das trifft es gut
- aufhören durch den Tag und von einer Aufgabe zur nächsten zu hetzen
- die Welt bricht nicht zusammen, wenn wir uns auch mal eine Pause gönnen, reflektieren, lächeln und uns die aktuelle Aktivität wirklich bewusst machen und genießen, statt gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe zu sein

7. Single-Task
- volle Aufmerksamkeit auf die aktuelle Aktivität - be present
- empfohlen wird eine meditative Einstellung dazu
- achtsam um die Aktivität kümmern und wenn die Gedanken abwandern (zum Beispiel zur nächsten Aktivität oder was alles noch zu erledigen ist) dies registrieren und die Gedanken wieder auf die aktuelle Aktivität lenken

8. Kleine Aktivitäten zusammenfassen
- leichte und kleine Aktivitäten zusammen erledigen
- sofern diese weniger Konzentration erfordern später am Tag, weil dazu ggf. weniger Energie benötigt wird

Zum Beispiel nicht jede Mail einzeln lesen und beantworten, sondern mehrmals am Tag in Blöcken.

9. Freiräume schaffen
Wir neigen dazu, jede Minute zu verplanen und Aktivität an Aktivität zu reihen. Das funktioniert zum einen nicht aufgrund von unvorhergesehenen Ereignissen, vor allem aber brauchen wir auch zwischendurch mal kurze Zeiten, um einfach mal (buchstäblich) durchzuatmen bzw. entspannt in den Bauch zu atmen, den Geist frei zu machen, vielleicht einen Schluck Wasser zu trinken, sich etwas zu bewegen und kurz runter zu fahren. Diese kleinen Mini-Auszeiten sind dabei genauso wichtig wie die Aktivitätszeiten.

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