Montag, 22. Juli 2013

ich.kurs 13 - Einheit 4: Beliefs - Glaubenssätze

Glaubenssätze (im ich.kurs mit der englischen Bezeichnung "beliefs" genannt) können einerseits ein kraftvolles Werkzeug sein, andererseits aber auch zu einer (selbst-)zerstörenden Waffe werden. Denn unsere Glaubenssätze sind Annahmen darüber, wie wir meinen, dass die Welt und wir selbst sind, wie wir und andere uns Verhalten und wie das Leben läuft.

Positive Glaubenssätze stärken uns und ermöglichen uns ein glückliches, aktives und selbstbestimmtes Leben.

Negative Glaubenssätze machen uns schwach, blockieren uns und können negative Auswirkungen für uns und andere haben.

Da Glaubenssätze recht tief in uns drin stecken, ist es schwierig (aber lohnenswert), diese zu ändern. Dazu müssen sie zunächst aber erkannt werden.

Das Thema Glaubenssätze finde ich für mich auch wieder sehr spannend, gerade aufgrund der darin verborgenen "Macht", und werde mich mit dieser Einheit wieder intensiver beschäftigen als mit den vorhergehenden. Zuerst mit dem Einführungsvideo:



- Beliefs können sich auf die eigenen Fähigkeiten beziehen
> was kann ich gut und was kann ich nicht so gut

- Beliefs können sich auf die eigene Identität beziehen
> wer bin ich? Was macht mich als Mensch aus?

- Beliefs beziehen sich oft auf den Zusammenhang zwischen einer Ursache und einer Wirkung
> Beispiel: Weil ich ein Mann bin, kann ich nicht gut zu hören
(Anmerkung: Trifft auf mich, glaube ich ;-), nicht zu...)

> Beliefs stammen aus unsere Erfahrung, aus dem was wir erlebt haben
> oft stammen sie auch von Eltern, Lehrern, Vorbildern, etc. und wir haben sie übernommen und zu unseren eigenen Beliefs gemacht
> Beliefs können uns gut tun und stärken, sie können uns aber auch behindern
> Beliefs beeinflussen ganz wesentlich unser Denken, Wahrnehmen und handeln!

Mit der Kurseinheit soll es gelingen herauszufinden, welche Beliefs für einen selbst gültig sind. Wenn diese dann bekannt sind, können sie auch verändert werden. Ich bin gespannt, wie dies quasi im Selbst-Coaching gelingen soll und welche Methoden dazu im Kurs zum Einsatz kommen.

Sprache
http://ichkurs.de/beliefs/meta-modell/
Die Sprache kann uns (und anderen) Hinweise auf unsere Beliefs geben, zum Beispiel durch
- Verallgemeinerungen (Schlüsselwörter zum Beispiel "immer" / "nie" / "keiner" / "alle")
- Verzerrungen ("Wegen mir fühlt sie sich schlecht", "Mein Kollege kann mich nicht leiden")
- Tilungen, die
... Informationen weglassen ("Ich bin gescheitert")
... unspezifische Begriffe oder Nominalisierungen verwenden ("Ich bin ein Loser")
... Bezugs- oder Vergleichsgröße nicht benennen ("Ich bin einfach der Schlechteste")

Durch Kommunikation kann all dies bei sich selbst und anderen hinterfragt und spezifiziert werden.

Attributionsfehler
http://ichkurs.de/beliefs/attributionen/
Im Bezug auf andere Personen (vielleicht auch auf sich selbst) haben Menschen die Tendenz, den Einfluss von Persönlichkeitseigenschaften, Einstellungen und Meinungen zu überschätzen und äußere Faktoren oder die konkrete Situation zu vernachlässigen (zum Teil auch, weil diese nicht bekannt sind).

Reframing - einen neuen Rahmen finden
http://ichkurs.de/beliefs/neuen-rahmen-finden/
> Reframing soll dazu dienen, sich mehr Handlungsoptionen zu eröffnen, neue Betrachtungsweisen zu erhalten und vielleicht den Nutzen mancher Beliefs zu erkennen.
Zwei Möglichkeiten:
1. Den Kontext verändern:
> Fast jedes Verhalten ist in einem bestimmten Kontext sinnvoll (zum Beispiel ängstlich zu sein). Es kann also hilfreich sein zu überlegen, in welchen Kontexten bestimmte Verhaltensweisen sinnvoll sind, und in welchen nicht.
2. Die Bedeutung verändern:
> Ein Verhalten anders erklären. Statt sich zum Beispiel darüber zu ärgern, nicht schnell zu Entscheidungen zu kommen sich bewusst machen, dass man sich Zeit nehmen möchte, um in Ruhe darüber nachzudenken

Nach diesen mehr theoretischen Inhalten ging es dann zu den praktischen Übungen. Ich habe diese noch nicht ausführlich bearbeitet, sondern gedanklich "geparkt", um später darauf zurück zu kommen. Daher möchte ich sie hier nur auflisten:
- Die eigenen Rollen ergründen
- Beliefs (Glaubenssätze) aufschreiben
- Emotionen und Beliefs
- Beliefs ärgern

Den letzten Punkt "Beliefs ärgern" finde ich am wichtigsten, da es damit gelingen kann, problematische Glaubenssätze tatsächlich zu verändern. Dazu überlegt man sich typische Situationen, in denen man mit dem eigenen Verhalten oder der eigenen Leistung nicht zufrieden war. Diese Situation wird dann ausführlich beschrieben. Anschließend werden Gründe benannt, warum man sich in der jeweiligen Situation so verhalten hat. Das können sowohl Gründe sein, die an einem selbst liegen, als auch solche, die außerhalb der eigenen Person liegen. Es wird dann überlegt, welche Ressourcen, Eigenschaften oder Fähigkeiten nötig sind, um in der Situation anders (besser) reagieren zu können. Sehr wichtig finde ich den nächsten Schritt, in dem man sich andere, aber ähnliche Situationen sucht, die aus verschiedenen Gründen besser gelaufen sind, zum Beispiel weil man sich selbst besser gefühlt hat, die nötigen Ressourcen hatte oder sich auch andere Menschen anders verhalten haben. Im letzten Schritt wird dann überlegt, wie es sich auswirken würde, wenn man die Ressourcen, Eigenschaften oder Fähigkeiten in der typischen, schlecht gelaufenen Situation hätte, die man in den gut gelaufenen Beispielen hatte und wie sich das auf das Verhalten, die Situation und auch auf die anderen Personen auswirken würde.

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