Montag, 10. Februar 2014

Vera F. Birkenbihl: Vortrag "Erfolgreich Dein Leben meistern!"

Bisher habe ich mich noch nie sehr intensiv mit Vera F. Birkenbihl beschäftigt. Klar, ihr Sprachlernmodell ist mir schon begegnet und auch in einige Vorträge habe ich schon mal rein gehört - überzeugen konnte mich das alles bisher nicht und manches wirkte (und wirkt) auf mich auch nicht so richtig professionell.

Aber jetzt bin ich in einem Forum auf den Vortrag "Erfolgreich Dein Leben meistern!" aufmerksam geworden und trotz der Länge von 2,5 Stunden habe ich ihn mir komplett angeschaut und hier hat mich auch die zwar vielleicht nicht immer sehr wissenschaftliche, aber dafür verständliche, eingängige und nachvollziehbare Darstellungsweise von Vera F. Birkenbihl sehr angesprochen.



Einige Themen, die ich interessant fand...
(ggf. nicht alles korrekt wiedergegeben - aber für mich passt es so)

Das Energiemodell:
- A-Energie: Autonome Vorgänge, auf die wir keinen Einfluss nehmen können
- B-Energie: Bin ich okay? - Selbstwert - Kann viel/alle Energie kosten
- C-Energie: cronos und cairos - Zeit - Routinen
- D-Energie: Doing - Leistung
- E-Energie: Entwicklung, Lernen, Flexbibilität
> oft verbrauchen wir so viel Energie für A-D, dass für die eigene Weiterentwicklung keine mehr übrig bleibt

Erfolg:
- hängt davon ab, ob und wie wir unseren Geist benutzen können
- haben die, die nicht normal sind. Das werden nicht alle gut finden, da viele Normalität wollen und jede Abweichung davon als Störung empfinden
(Abweichungen von der Norm werden von älteren Teilen unseres Gehirns als mögliche Gefahr interpretiert und lösen Stress aus)

Wahrnehmung:
- unsere Wahrnehmung ist nicht objektiv, sondern wird durch verschiedene Filter beeinflusst, zum Beispiel
> menschlicher Filter - viele Tiere nehmen die Umwelt ganz anders wahr als wir
> Sinnersorgane - zum Beispiel hat ein Blinder ganz andere Eindrücke als ein Sehender
> Stresshormonpegel - ist er hoch, sehen wir überall nur Gefahr
> Färbung durch Stimmung
>> Verliebtheit > rosarote Brille > alle Menschen erscheinen plötzlich nett
> Erziehung und Erfahrung sind weitere Filter, ebenso wie das Interesse
>> Glück, wenn zwei Menschen über wichtige Aspekte eine ähnliche Wahrnehmung haben

Stressfolgen:
1. Denkblockade
2. Koordinationsprobleme, Tollpatschigkeit, anecken/torkeln
3. Zeit wird subjektiv gedehnt
(Unterschied wohl fühlen: wird intensiv, aber als kurz erlebt)
>> wir werden gelebt
>> zu wenig Möglichkeiten, das Gehirn zu aktivieren
> Stress führt zu Humorlosigkeit, da gefühlt lebensbedrohliche Situationen eine ernste Sache sind
> Stress komplett vermeiden hieße Leben vermeiden
> vielmehr gilt es zu überlegen, welche Stressoren vermeidbar sind

Weg, um Stresshormone los zu werden:
- Stoppuhr stellen für 60 Sekunden und lächeln, auch wenn es zunächst eine Grimasse ist
- an große Ziele (Fixstern) denken, z. B. eigenes Potential, auch wenn mal Wolken davor sind
- was hat das Fass zum Überlaufen gebracht? - Dies in Relation zum Fixstern setzen

Weg, um erst gar nicht in ein hohes Stressniveau zu kommen:
- pro Tag fünf Minuten lächeln, auch ohne Krise, stärkt auch das Immunsystem
- Worüber ärgere ich mich regelmäßig und vergifte mich damit?
> 2-3 Punkte notieren
> Verhaltensregeln positiv formulieren und fest vornehmen
>> z. B. "Ich bleibe gelassen." oder "Ich mache die Tür leise zu."
> vorstellen, zum Beispiel vor dem Einschlafen
> regelmäßiges Training
> kann 2-3 Wochen dauern, bis es das erste Mal klappt
> dann wird es wahrscheinlich wieder einige Male nicht klappen
(das Unterbewusststein wehrt sich gegen die Veränderung)
> auch danach wird es immer wieder mal einen Rückfall ins alte Programm geben. Bis die Umprogrammierung abgeschlossen ist, dauert es 2-3 Jahre!
>> deshalb sollte man sich auch überlegen, was die wirklich wichtigen Veränderungen sind

Anti-Ärger Programm:
1. Auf die Uhr schauen, bewusst die Zeit registrieren und sich vornehmen, sich aber x Uhr zu ärgern und sich jetzt mit wichtigeren Dingen zu beschäftigen.
> dadurch wird der Ärger-Automatismus durchbrochen. Und um x Uhr kann ich dann entscheiden, ob ich mich noch ärgern möchte
2. Wenn man sich mehr als 15 Sekunden ärgert, dann sind es immer die eigenen unerledigten Geschäfte.
>> Erwartungshaltung aufgrund von Programmen
> Die Erwartung wird enttäuscht
>> das löst Ärger aus, nicht das Verhalten an sich
>> Ärger = Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität

Ärger mit anderen besprechen:
> Haben andere ähnliche Erwartungen wie wir, fühlen wir uns bestätigt. Aber eigentlich sagt das gar nichts aus.
> Durch das weiter erzählen werden für uns und für den Gesprächspartner weitere Stresshormone erzeugt. Das bringt keine Erleichterung. Manche wärmen einige Ärger-Stories das ganze Leben lang wieder auf >> wenn im Leben nichts los ist, wird so etwas aufgebauscht und aus einer Mücke ein Elefant gemacht
>>> geteiltes Leid ist halbes Leid
>>> geteilter Ärger ist doppelter Ärger

Imitationslernen:
> bleibt ein Leben lang
> Goethe: Sage mir, mit wem du gehst und ich sage dir, wer du bist
(nicht: Sage mir, mit wem du (in deiner Kindheit) gegangen bist...)
>> Vergangenheit mag uns geprägt haben, ist aber nicht unser Schicksal
> in dem wir wählen, mit was und mit wem wir uns umgeben, können wir Einfluss auf unsere Entwicklung nehmen
> wenn wir uns (ggf. gedanklich) nur mit uns selbst umgeben, kommen wir nicht voran
> Womit umgeben wir uns
>> Was für Filme schauen wir uns an?
>> Wie intensiv beschäftigen wir uns mit (negativen) Nachrichten?
(dabei überlegen, welchen Nachrichtenwert diese für uns persönlich überhaupt haben)
>>>> Empfehlung: selktiv vorgehen

Resonanz:
> wir können nur in Resonanz sein mit den Dingen, die ähnlich schwingen wie wir
> dazu ist es wichtig, zu wissen wer wir sind und wie wir schwingen
> schwingt jemand anders, so mögen wir das nicht und versuchen Gleichklang herzustellen
(und wenn es nur darum geht, wie die Zahnpastatube ausgedrückt wird)
> Personen, über die wir uns ärgern oder die wir ablehnen haben etwas mit uns zu tun
> wie Sie in den Wald hinein rufen, so kommt es zurück
> Das, was Sie glauben, bekommen Sie auch. Und auch, wenn Sie etwas nicht glauben erfüllt es sich
> Wenn wir Verantwortung übernehmen, gewinnen wir Macht
> Wir können Einfluss darauf nehmen, wie wir auf die Welt reagieren
> Je mehr Sie Menschen ablehnen, desto mehr lehnen Sie sich selbst ab
> Was immer Sie der Welt antun, tun Sie sich selbst an
> Die Seele hört immer zu
> Denken (oder sagen) wir zu jedem: "Ich wünsche dir Gesundheit und ein langes Leben"
Übliche Reaktionsweisen, wenn etwas nicht unseren Erwartungen entspricht:
- Das ist beschissen!
- Ich dreh gleich durch!
- Das macht mich krank.
>> klappt...
Mögliche Alternativen:
>> klappen auch!
- Das ist ja faszinierend!
- Das ist spannend!
- Das ist aber eine Herausforderung.
- Ja, wie finde ich denn das? (sich selbst Zeit geben)

Wir machen uns Sorgen:
- 22 Prozent über Kleinigkeiten
- 30 Prozent über Dinge, die nicht zu ändern sind
- 40 Prozent über Dinge, die nie eintreffen
- 8 Prozent sind berechtigt

Loslassen
> festhalten ist immer eine Starrheit - statisch
> lebende Organismen müssen wachsen und sich entwickeln
> Warum halte ich an etwas fest?
>> es kann viel Energie bringen, wenn ich davon loslasse

E energie / Entwicklung
R esonanz
F olgen
O ffenheit
L oslassen
G eist