Freitag, 24. Oktober 2014

Gelesen: Kopfsache von Patrick Hundt

Seit langer Zeit verfolge ich den Blog introvertiert.org von Patrick Hundt und finde mich in vielen seiner Beiträge wieder. So war es für mich auch klar, dass ich sein kürzlich erschienenes Buch "Kopfsache - Liebe den introvertierten in dir" (Amazon)* lesen würde.

Hinzu kam, dass die digitale Version des Buchs für Amazon Prime Mitglieder kostenlos ausgeliehen werden konnte. Sehr praktisch für mich :-).

Die Taschenbuch-Variante des Buchs umfasst 200 Seiten und kommt mit einer Cover-Grafik daher, die mir nur mäßig gefällt. Es soll wohl deutlich werden, dass Introvertierte eher nachdenkliche Menschen sind mit häufig vielleicht auch eher ernstem oder verschlossenem Gesichtsausdruck, allerdings wirkt die dargestellte Person auf mich dann doch insbesondere durch den nach unten geneigten Kopf und Blick eher traurig und niedergeschlagen, was ein recht negatives Bild erzeugt.

Das Buch ist ein drei große Abschnitte aufgeteilt: 1. Über Introversion, 2. Ein Leben nach Präferenzen, 3. Liebe den Introvertierten in dir.

Noch bevor diese Abschnitte beginnen, wird gleich in der Einleitung die Besonderheit dieses Buchs deutlich, durch die es sich von vielen anderen Büchern über Introversion wie zum Beispiel denen von Dr. Sylvia Löhken oder Susan Cain unterscheidet - es hat nicht den Anspruch, wissenschaftlich an die Sache heranzugehen oder im Rahmen eines allgemeinen Ratgebers, sondern es beruht vor allem auf den persönlichen Erfahrungen des Autors Patrick Hundt und seinem Umgang mit dem Thema Introversion und seinen daraus abgeleiteten Empfehlungen. Immer wieder gibt es selbst auch viel von sich preis und nennt sich selbst als Beispiel für Aufgaben, welche er seinen Lesern empfiehlt. Ergänzend wird regelmäßig darauf eingegangen, zum Teil auch in Zitaten, was andere Autoren wie zum Beispiel die gerade erwähnten zu einem Thema geschrieben haben.

Nachfolgend möchte ich auf einige Punkte aus dem Buch eingehen, die mir besonders aufgefallen sind. Sei es, weil ich sie ähnlich oder auch anders empfinde, oder auch nur weil sie sonst irgendwie bei mir hängen geblieben sind. Zum Teil werde ich diese auch um meine eigenen Gedanken ergänzen, so dass es sich hier nicht um eine klassische Rezension oder Buchvorstellung handeln wird.

Gleich zu Beginn des Einleitungs-Abschnitts "Aus dem Leben eines Introvertierten" gibt Patrick eine Liste von 63 (? - vielleicht habe ich mich verzählt) Eigenschaften über sich preis. Schon das vielleicht auch ein Merkmal eines Introvertierten, dass er so reflektiert ist, um diese große Anzahl von Eigenschaften über sich aufschreiben zu können. Ich bin die Punkte einzeln durchgegangen und habe überlegt, was auch auf mich zutrifft und was eher nicht. Ergebnis: An 60 seiner Statements kann ich auch für mich einen Haken dran machen. Dafür einige Beispiele (zum Teil zusammengefasst oder in meinen eigenen Worten):
- Ich halte mich für einen guten und verständnisvollen Zuhörer
- Ich bin verantwortungsbewusst und zuverlässig
- Ich bin reflektiert und hinterfrage vieles bei mir und anderen
- Ich bin gut organisiert und strukturiert
- Meine persönliche Weiterbildung ist mir wichtig
- Ich rede lieber mit einem Menschen als mit einer Gruppe
- Ich mag keinen Smalltalk
- Ich drücke mich bevorzugt schriftlich aus
- Ich liebe meine Unabhängigkeit
- Ich bin vorsichtig und überlege, bevor ich handel oder entscheide
- Ich bin offen für Ideen anderer, gehe aber nicht spontan darauf ein
- Ich strahle Ruhe aus - selbst wenn es in mir anders aussieht
- Ich verbringe gerne Zeit alleine
- Wenn ich Zeit mit anderen verbringe, dann bevorzugt im kleinen Kreis
- Ich verhalte mich oft gehemmt und brauche Zeit, bis ich mich öffne
- Dadurch halten mich andere manchmal für distanziert und unnahbar
- Ich wirke oft passiv, obwohl ich mit der Aufmerksamkeit voll dabei bin
- Ich komme nur selten "aus mir heraus"


Also ein guter Grund, das Buch weiter zu lesen. Alleine das Gefühl, dass da jemand ist, der ähnlich empfindet wie man selbst ist ja immer schon ganz angenehm :-) Und so musste ich auch schmunzeln, als er davon berichtet, dass er je nach Situation als gar nicht so introvertiert eingeschätzt wird - so ergeht es mir auch mitunter. Vielfach wird Introversion wohl auch mit Schüchternheit oder Alien sein gleichgesetzt ;-) Und als wirklich schüchtern sehe ich mich eigentlich nicht, eher als zurückhaltend. Was dann häufig dazu führt, dass ich falsch eingeschätzt werde und es später dann zu Überraschungen und Verhaltensweisen kommt, die man mir ja gar nicht zugetraut hätte...

Im ersten Abschnitt "Über Introversion" ist mir viel Bekanntes begegnet, da ich mich mit dem Thema schon intensiv auseinander gesetzt habe. Sehr gut hat mir das Kapitel über die Vorurteile gegenüber Introvertierten gefallen. Ich liste mal kurz die Überschriften und meine eigenen Meinung dazu auf.

1. Introvertierte sind schüchtern
> kann, muss aber nicht sein. Habe ich ja gerade schon was zu geschrieben, wie ich es bei mir sehe

2. Introvertierte reden nicht gerne
> doch, wenn ich mich wohl fühle, im kleinen Kreis bin (am Besten 1:1) und gerne auch schriftlich und vor allem nicht oberflächlich. Und nur dann, wenn ich das Gefühl habe, dass der andere sich auch wirklich interessiert und ich mich in einem Thema auch auskenne bzw. es mir wichtig ist

3. Introvertierte sind passiv
> ja, nach außen wirkt dies oft so. Tatsächlich wird das Geschehen aber intensiv beobachtet, reflektiert und wirkt nach. Das braucht etwas Zeit, so dass eine Reaktion verzögert kommt, vielleicht sogar erst nachträglich. Mitunter lasse ich mich aber auch gerne mitreißen, gerade wenn ich mich wohl und sicher fühle.

4. Introvertierte sind unfreundlich
> dieses Vorurteil ist mir noch nicht begegnet. Vielleicht wirke ich manchmal angepasst oder sehr höflich und distanziert sowie wenig emotional, aber nicht unfreundlich. Wärme und Gefühle zu vermitteln, fällt mir oft schriftlich leichter als mündlich, so wie es auch Patrick in einem Zitat von Sophia Dembling (Autorin des Buchs "The Introvert's Way") erwähnt.

5. Introvertierte sind unsozial
> auf der einen Seite bin ich sicherlich in der Tat kein geselliger Typ, der gerne unter vielen Menschen gleichzeitig ist und dort den Kasper macht. Auf der anderen Seite sind mir Menschen aber sehr wichtig und ich schätze den intensiven Kontakt mit einer Auswahl von Menschen, die mir etwas bedeuten und mit denen ich etwas anfangen kann und die auch mit mir etwas anfangen können.

6. Introvertierte sind unnahbar
> ich wirke unnahbar und leider geben viele Menschen dann auch gleich auf, weil sie mich auch tatsächlich für unnahbar halten. Die wenigen, die sich die Mühe machen, sich mir doch zu nähern und in den Aufbau einer Vertrauensbasis zu investieren und nachzufragen erleben mich dann oft als sehr offen. Ich dränge mich nicht auf und ziehe mich in der Tat auch schnell zurück. Dennoch ist es sehr wohl möglich, sich mir zu nähern.

7. Introvertierte gehen nicht gerne raus
> ich bin gerne zu Hause und brauche Zeiten ganz für mich alleine. Ständig unterwegs zu sein ist tatsächlich nichts für mich. Dennoch gehe ich auch gerne und gezielt raus, um bewusst etwas zu erleben. Vielleicht eher im kleinen Kreis oder auch alleine. Oder um Veranstaltungen zu besuchen. In einer großen Gruppe unterwegs zu sein, ist manchmal auch schön, bringt mir aber häufig nicht so viel. Und ich freue mich dann hinterher meistens auch darauf, wieder zu Hause zu sein.

8. Introvertierte sind unglücklich(er)
> dieser Frage hat Patrick viel Raum gewidmet und ist darauf eingegangen, was Glück denn bedeutet usw. Glück und mir noch wichtiger die beständige Grundzufriedenheit mit einzelnen Glücksmomenten beschäftigen mich auch häufig. Manchmal habe ich tatsächlich schon gedacht, dass sehr extrovertierte Menschen glücklicher wären, weil es so scheint, dass sie mit Leichtigkeit und locker durch's leben gehen und mehr lautes bzw. sichtbares Glück zu erleben scheinen. Oft hat sich dann bei einem intensiveren kennen lernen heraus gestellt, dass es innen doch ganz anders aussieht und sich zum Beispiel Unzufriedenheit und Unausgeglichenheit offenbart hat. Mir persönlich ist es wichtig, durch meine Zurückhaltung keine Chancen zu vergeben, die mich hinterher unglücklich machen. Und dass mich vielleicht andere Sachen glücklich und zufrieden machen als andere Menschen. Und das ist okay so - nur manchmal anstrengend, wenn andere meinen, mich zu meinen Glück zwingen zu müssen, weil sie denken, dass dies ihren Vorstellungen entsprechen müsste.

9. Introvertierte sind sonderbar
> ich hebe mich gerne von der Masse ab und sehe mich selbst auch ein Stück weit als Individualisten und finde es daher in gewissen Rahmen sogar ganz okay, wenn man mich für etwas sonderbar hält... Wenn dies gleich zu Ablehnung führt, statt sich näher mit mir zu beschäftigen ist das mitunter schade, aber wohl zu akzeptieren.

10. Introvertierte müssen sich mal zusammenreißen
> Das geht in eine ähnliche Richtung und basiert vermutlich auf Missverständnissen bzw. einem schließen von sich auf andere. Mir geht es ja auch so, dass ich bei manche Extrovertierten denke, dass diese sich mal zusammenreißen und etwas zurücknehmen könnten/sollten ;-)

In einem anderen Kapitel geht Patrick auch auf die Frage ein, ob Introvertierte und Extrovertierte zusammen passen (sowohl im beruflichen, als auch im privaten und partnerschaftlichen Bereich). Ich denke, wenn die Ausprägung diese Merkmale (es handelt sich ja nicht um ein entweder/oder, sondern um Ausprägungen auf einem Kontinuum) sehr extrem auseinander gehen, wird es schwierig. Gerade in einer Beziehung. Weil sich dann immer einer von beiden zu Verhaltensweisen genötigt wird, die ihm eigentlich nicht liegen. Wenn der Unterschied aber nicht zu groß ist, können beide sehr davon profitieren. Der etwas Extrovertierte kann den Introvertierten mitreißen und dafür sorgen, dass dieser sich nicht zu sehr zurück zieht und nur im eigenen Saft schmorrt. Und der Introvertierte kann den Extrovertierten Ruhe geben und helfen, zum Beispiel Entscheidungen etwas überlegter anzugehen. Nur mal als Beispiel. Funktionieren kann das wohl nur dann, wenn man sich gegenseitig akzeptiert und auch annimmt.

Der zweite Abschnitt "Ein Leben nach Präferenzen" stellt drei Vorlieben oder vielleicht auch Merkmale von Introvertierten in den Mittelpunkt:

1. Introvertierte ziehen ihre Energie aus dem Inneren
2. Introvertierte sind leicht überstimuliert
3. Introvertierte wünschen sich Tiefgang


Auf der Basis dieser Präferenzen werden dann Situation im Sozialleben, beim Denken und bei der Arbeit betrachtet.

In Bezug auf das Sozialleben geht Patrick zunächst darauf ein, dass Introvertierte meistens Menschen weniger Worte sind, auch wenn sie sich bei passenden Rahmenbedingungen, welche ihre Präferenzen berücksichtigen, durchaus sehr gerne austauschen und unterhalten. Er geht hier auf auch die Implikationen ein, die das mit sich bringt und gibt Tipps für gute Gespräche nach den Kriterien von Introvertierten, wie zum Beispiel solche mit Tiefgang, im kleinen Kreis und in denen der Gesprächspartner durch gezielte Rückfragen echtes Interesse zeigt. Hier wie auch in vielen anderen Hinweisen des Buches zeigt sich der Weg, die eigenen Besonderheiten der Persönlichkeit anzuerkennen und aktiv etwas zu tun, um Situationen so zu gestalten, dass sie angenehm sind - statt nur das Negative darzustellen und sich quasi als Opfer zu sehen, das der ach so bösen extrovertierten Welt ausgeliefert ist ;-)

Wichtig fand ich auch den Abschnitt über den Unterschied von alleine sein (was Introvertierten zwischendurch wichtig ist) und einsam sein (was Introvertierte genausowenig mögen wie Extrovertierte und auch unabhängig davon sein kann, ob gerade Menschen um einen herum sind oder nicht). Schön fand ich hier den Hinweis, dass es doch etwas sehr Positives ist, alleine sein und dies aushalten, ja häufig sogar genießen zu können, was vielen Menschen sehr schwer fällt.

Weitere Themen sind zwischenmenschliche Kontakte und der Aufbau von Freundschaften, die davon geprägt sind, dass Introvertierte wählerisch sind und viel Zeit brauchen, um sich zu öffnen und Vertrauen zu fassen und die notwendige Tiefe aufzubauen. Und das, wo heutzutage alles schnell gehen soll und Menschen häufig nach dem ersten kurzen Kontakt schon eine Entscheidung treffen, ob sie sich weiter mit einem Menschen beschäftigen wollen oder er/sie nicht interessant für sie ist. In dem Zusammenhang geht es dann auch um Partys.

Die Kapitel im Teil über das Denken überschreibt Patrick mit "Spontan wie ein Fahrplan", "Das Gedankenkarussell", sowie "Ernsthaft, aber humorvoll". Auch hier werden jeweils die Vorteile des Verhaltens ebenso wie mögliche Risiken angesprochen und wie es möglich ist, die problematischen Seiten dieser Verhaltensweisen zu optimieren. Also zum Beispiel ist Vorsicht im Sinne von vorher nachsinnen gut, jedoch nicht, wenn dadurch Gelegenheiten verpasst werden oder es kein Ergebnis gibt oder nichts Neues ausprobiert wird. Dem Gedankenkarussel soll mit Achtsamkeit, dem Vertagen von Gedanken und der Verschriftlichung der Überlegungen begegnet werden. Und beim introvertierten Humor empfiehlt es sich, sich bewusst zu machen, dass dieser möglicherweise so subtil und trocken ist, dass er beim Gegenüber gar nicht wahrgenommen und als solcher erkannt wird.

Dem Arbeitsleben wird ebenfalls viel Raum gegeben. Hier geht es unter anderem um Multitasking, Schriftlichkeit, Netzwerken/Small Talk, Präsentationen und Meetings sowie Teamarbeit und introvertierte Führungskräfte. Und letztlich geht es um die Option der Selbstständigkeit für Introvertierte, für die ich mich selbst ja auch entschieden habe. Nicht nur, aber auch weil ich hier sehr selbstbestimmt nach meinen eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen arbeiten kann. Mir kommt da sicher auch zu Gute, dass ich vielleicht im Unterschied zu manchen anderen eher introvertierten Menschen gerne etwas Neues ausprobiere - solange dies langsam und überlegt vor sich geht und ich dabei das Gefühl habe, immer noch die Kontrolle zu behalten.

Der dritte Abschnitt ist ganz dem Thema "Liebe den Introvertierten in dir" gewidmet. Ich finde, gerade dies wird einem schwer gemacht, da ich zum Beispiel so lange ich denken kann immer wieder damit konfrontiert worden bin, dass ich im Grunde so wie ich bin nicht okay bin. Von Teilen der Familie, in der Schule, im Beruf, von Freunden und auch von potentiellen oder tatsächlichen Partnerinnen. Gut, mir gefallen ja auch viele extrovertierte, arrogante oder egoistische Verhaltensweisen anderer Menschen nicht. Auf der anderen Weise ist es aber auch so, dass ich manches zwar tatsächlich gerne anders machen will, viele meiner Verhaltensweisen aber gar nicht ändern möchte, sondern so als durchaus sinnvoll und hilfreich erlebe und mir vielleicht bei anderen Menschen etwas mehr davon wünschen würde... Ein schönes Zitat aus "Kopfsache" dazu: "Das größte Glück besteht darin, der sein zu wollen, der man ist". Da steckt Wahrheit drin. Patricks Tipps:
- Akzeptiere dich selbst (wirklich)
> orientiere dich nur an deinen eigenen Erwartungen und Werten
- Selbstwertgefühl statt Schuldgefühl
> hier wird besonders auf die Selbstakzeptanz hingewiesen
- Sei ehrlich zu dir selbst
> wissen, wer man ist und was man will. Sich nicht selbst belügen.
- Übernimm Verantwortung für dein Leben
> keine Opferrolle, Introversion nicht als Ausrede
- Lebe gesund
> Ernährung, Bewegung, Gefühle, Wachstum - keine speziellen Intro-Themen meiner Meinung nach
- Erfinde dich neu
> finde deine Leidenschaften und Interessen und pflege sie
- Trainiere deine Gewohnheiten
> hier geht es darum, sich neue Verhaltensweisen anzueignen
- Leiste einen Beitrag
> Nutzen für die Gesellschaft
- Finde deinen Sweet Spot
> Wikipedia: "Wenn sich etwas im Sweetspot befindet, hat es bzw. erhält es die optimale Wirkung."

Das Buch endet mit dem Abschnitt "Letzte Worte" - obwohl ich mir ja doch hoffe, von Patrick Hundt noch viele Worte zu lesen. Hier geht Patrick nochmal auf seine persönliche Situation ein und schließt mit einem Zitat von Kamal Ravikant, das gleichzeitig seine Empfehlung ist: "Liebe dich selbst so, als ob dein Leben davon abhängt."

Im Anhang gibt es eine Übersicht über die Ressourcen, die im Buch erwähnt wurden, die Webseiten des Autors sowie die Aufforderung, mit ihm in Kontakt zu treten.

Mein Fazit: Das Buch ist eine Empfehlung für alle Introvertierten, die sich selbst erkennen und an sich arbeiten möchten und für alle Extrovertierten, welche die Introvertierten besser verstehen möchten und sich eine leicht lesbare Lektüre wünschen.

Ich fand es auch angenehm, mal mehr über die Erfahrungen eines introvertierten Mannes zu lesen, da die bisher vorhandene Literatur fast ausschließlich von introvertierten Frauen verfasst wurde und es meiner Meinung nach introvertierte Männer in unserer Gesellschaft noch schwerer haben als introvertierte Frauen, weil von "uns Männern" halt doch sehr häufig die Initiative, direkte entschlossene Entscheidungen und ein auch nach außen sehr aktives Vorgehen erwartet wird, während Frauen allgemein doch eher eine gewissen Zurückhaltung zugestanden oder manchmal sogar gewünscht wird.

* = Affiliate-Link