Samstag, 6. Dezember 2014

Meine ersten Erfahrungen mit der App Plague

Über die neue App Plague wird derzeit viel berichtet, unter anderem hat sich auch ZEIT Online des Themas angenommen. Die App ist für Android und iOS erhältlich und grundsätzlich gefällt mir der Ansatz, dass sich Nachrichten ausschließlich über die Akzeptanz regional nahestehender Personen verbreiten. Zusammen mit einer Themenfilterung könnten sich so schnell relevante Nachrichten verteilen.

Im Prinzip gibt es nur eine Kernfunktion bei Plague: Neue Beiträge werden auf einzelnen Seiten angezeigt, mit einem Wisch nach oben können diese weiterverbreitet werden, mit einem Wisch nach unten werden sie übersprungen. Außerdem ist es möglich zu kommentieren.

Ich habe die App jetzt ausprobiert und muss sagen, sie hat durchaus einen gewissen Suchtfaktor - allerdings vor allem aufgrund der Hoffnung, dass der nächste Beitrag bestimmt besser sein wird.

Aktuell gibt es primär drei Arten von Beiträgen:

1. Mehr oder wenige lustige Texte, Bilder und Videos

2. Fotos von Landschaften oder Gebäuden - zur Zeit auch gerne Weihnachtsmärkte

3. Meta-Kommunikationen über Plague selbst

Was ich bisher komplett vermisse, sind Nachrichten bzw. echte inhaltliche Beiträge. Schade, so macht Plague für mich keinen Sinn. Interessant sind noch die Beiträge über Plague selbst, die oft genau dies bemängeln oder Verbesserungsvorschläge enthalten. Ob diese allerdings bei den Machern ankommen, bleibt erstmal unklar. Schließlich erfolgt die Verbreitung ja vorwiegend regional, bis sich ggf. eine gewisse Viralität einstellt.

Ich werde die Entwicklung noch ein wenig verfolgen und dann entscheiden, ob ich weiterhin Zeit in die App investieren möchte. Theoretisch könne Plague durchaus eine Ergänzung zu Twitter werden, allerdings müsste sich dann sowohl an den Inhalten als auch an den Funktionen noch etwas tun und ich würde mir auch eine Webversion wünschen.

Update 16.12.2014: Tatsächlich haben sich die Inhalt von Plague nun deutlich verändert und es gibt viele spannende und vor allem auch internationale Diskussionen und auch mal Denkanstöße zu Themen, mit denen ich mich sonst nicht beschäftige. Und das Ganze losgelöst von Personen und mit einem überwiegend sehr höflichen Umgang miteinander. Es ist mir schon längst nicht mehr möglich, alle neuen Karten durchzugehen. Aber immer wenn ich mal etwas Freilauf habe, schaue ich mir einige Cards an, kommentiere mal was und gelegentlich erstelle ich auch einen neuen Beitrag. Mal schauen, wie sich das Ganze weiter entwickelt.